Informationsblatt für Patient*innen - Videosprechstunde

 

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Ergänzung vom 17.März 2020 :

 

In der aktuellen Corona-Krise sind grundsätzlich einige Einschränkungen der offiziellen Bestimmungen aufgehoben worden.

 

Es herrschen momentan keine Einschränkungen in der Anzahl der durchzuführenden Video-Sprechstunden pro Patient.

 

Ergänzung vom 25.März 2020:

 

Alle Einschränkungen im Rahmen von Probatorischen Sitzungen wurden aufgehoben. Es ist nun nicht mehr notwendig, dass es einen PERSÖNLICHEN Erstkontakt zwischen Patient und Therapeut gegeben hat.

Damit können auch Erstgespräche per Videosprechstunde geführt werden. 

 

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Videosprechstunde

 

I. Allgemeines 

 

Die Videosprechstunde eröffnet den Beteiligten die Möglichkeit, auch im Falle der räumlichen Trennung eine psychotherapeutische Behandlung vornehmen zu können.

 

Der Austausch erfolgt also nicht persönlich, sondern über einen Bildschirm. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Videosprechstunde nicht den Regelfall, sondern vielmehr den Ausnahmefall der Behandlung darstellt. 

 

Die Videosprechstunde ist nicht möglich, wenn der persönliche Kontakt zwischen dem/der Psychotherapeut*in und dem/der Patient*in von Nöten ist. Dies ist insbesondere in folgenden Konstellationen der Fall: 

 

Zu Beginn der Behandlung (Eingangsdiagnostik, Indikationsstellung und Aufklärung),

 

im Rahmen der psychotherapeutischen Sprechstunde,

 

im Rahmen der Probatorik,

 

bei Gruppenpsychotherapie,

 

bei Hypnose und

 

 in Krisensituationen 

 

Die Videositzung erfolgt freiwillig und muss zur Gewährleistung der Datensicherheit und eines störungsfreien Ablaufes in geschlossenen Räumen stattfinden, die eine angemessene Privatsphäre sicherstellen. Zudem muss sich der/die Patient*in und der/die Psychotherapeut*in darüber einig sein, dass die Behandlung keinen unmittelbaren persönlichen Kontakt erfordert, um psychotherapeutische Leistungen zu erbringen. 

 

II. Technische Voraussetzungen

 

Für die Videosprechstunde benötigen Sie keine besondere Technik. 

 

Dazu reichen ein Computer, Tablet oder Smartphone mit Bildschirm oder Display, eine Kamera, ein Mikrofon und ein Lautsprecher sowie eine Internetverbindung aus. 

 

Die technische Verbindung findet über einen Videodienstanbieter statt, den Ihr/e Psychotherapeut*in beauftragt und der besondere Sicherheitsanforderungen erfüllen muss. Damit ist sichergestellt, dass das, was Sie mit Ihrem/Ihrer Therapeut*in besprechen, auch im „Sprechzimmer“ bleibt. 

 

Der/die behandelnde Therapeut*in hat seinerseits/ihrerseits die technischen Standards ebenfalls zu erfüllen, um einen reibungslosen Ablauf zu gewähren.

 

 

III.  Ablauf  

 

Vor einer Videosprechstunde werden Sie von Ihrem/Ihrer Therapeut*in über wesentliche Umstände, insbesondere Art, Umfang, Durchführung, zu erwartende Folgen und Risiken der Maßnahme sowie ihre Dringlichkeit, Eignung und Erfolgsaussichten, in einem persönlichen Gespräch aufgeklärt. Sollten Sie sich im weiteren Verlauf für die Möglichkeit der Videosprechstunde entscheiden, erhalten Sie auf Anfrage von der Praxis einen Termin, die Internetadresse des Videodienstanbieters und den Einwahlcode für die Sprechstunde. Der Einwahlcode ist je nach Anbieter längstens einen Monat gültig. 

 

Am Tag der Videosprechstunde wählen Sie sich etwa zehn Minuten vor dem Termin auf der Internetseite mit Ihrem Einwahlcode ein. Dies sollte möglich sein, ohne dass Sie einen eigenen Account anlegen müssen. Der Videodienstanbieter wird Sie beim Einwählen nach Ihrem Namen fragen. Bitte geben Sie diesen korrekt an. Nur so kann Sie der/die Therapeut*in richtig zuordnen. 

 

Nach einem kurzen automatischen Techniktest werden Sie ins Online-Wartezimmer geführt. Ihr/e Therapeut*in ruft Sie auf, wenn die Sprechstunde begonnen werden kann. Zu Beginn hat auf beiden Seiten eine Vorstellung aller im Raum anwesenden Personen zu erfolgen, falls dies der Fall ist. Sodann wird die Behandlungssprechstunde Stunde in bekannter Art und Weise abgehalten. Ist die Behandlungsstunde beendet, melden Sie sich von der Internetseite wieder ab. 

 

 

IV.  Rechtliches

 

Vor Beginn der ersten Online-Videosprechstunde werden Sie von Ihrem/Ihrer Psychotherapeut*in über datenschutzrechtliche Vorgaben aufgeklärt. So sind Aufzeichnungen jeglicher Art während des Videotermins aus strafrechtlichen Gesichtspunkten nicht gestattet. 

 

Der/die Psychotherapeut*in wird Sie bitten, eine Einwilligung in die Datenerhebung, -verarbeitung und -nutzung zu erteilen. Diese Einwilligung kann Ihrerseits jederzeit widerrufen werden. 

 

Die weiteren Verpflichtungen des/der Psychotherapeut*in (z.B. die Schweige- oder Dokumentationspflicht) bleiben von der Möglichkeit zur Durchführung einer Videosprechstunde unberührt und sind weiterhin zu achten. 

 

Sollten Sie noch Fragen zur Videosprechstunde haben, können Sie sich gerne an mich  wenden.